Weitere Therapieformen

Schallwellentherapie

Mit der Schallwellentherapie bzw. lokalen Vibrationstherapie lassen sich sowohl akute als auch chronische Schmerzen unterstützend behandeln. Sie hilft vor allem gegen myofasziale Schmerzen, Muskelverspannungen und hartnäckigen Trigger-Punkte. Außerdem kann das Schallwellengerät bei einigen neurologischen Erkrankungen eingesetzt werden.

Novafon

Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie ist ein etwa 3000 Jahre altes Verfahren aus der Naturheilkunde. Während des Blutsaugens sondern die Egel über ihren Speichel verschiedene Substanzen ab, die unter anderem gerinnungshemmend, entzündungshemmend und gefäßerweiternd wirken. Dadurch haben die Blutegel ein breites Einsatzspektrum in der Therapie unterschiedlichster Erkrankungen.

Anwendungsgebiete

Arthrose, Arthritis
Spondylose
Bandscheibenvorfälle (Diskopathie)
Cauda Equina Kompressionssyndrom
Tendinitis (Sehnenentzündungen)
Tendovaginitis (Sehnenscheidenentzündungen)
Abszesse, Leckabszesse
Hämatome (Bluterguss)
Wundheilungsstörungen
Narbenbehandlung
Othämatom (Blutohr)
Ekzeme
Entzündungen der Gesäugeleiste
Nervenentzündungen

Behandlungsablauf

Vor der Behandlung ist es wichtig, dass keine Mittel zur Parasitenabwehr oder andere Chemikalien (z.B. Hundeshampoo) benutzt werden, denn dies führt dazu, dass die Egel nicht „anbeißen“.

Bitte planen Sie für die Behandlung lieber etwas mehr Zeit ein. In der Regel dauert die Behandlung zwischen 60 und 90 Minuten, in seltenen Fällen kann ein Egel aber auch mal zwei Stunden benötigen bis er mit seiner Mahlzeit fertig ist.

Je nach Erkrankung, Größe des Hundes und Größe der Egel werden bis zu 4 Blutegel angesetzt. Dabei saugt sich der Blutegel fest und sägt sich mit seinen Kalkzähnchen in die Haut. Während sich der Blutegel mit bis zu 50 ml Blut vollsaugt, gibt er über seinen Speichel, auch Saliva genannt, unterschiedliche Wirkstoffe ab (u.a. Hirudin und Calin). Ist der Blutegel mit seiner Mahlzeit fertig, fällt er von alleine ab. Danach kommt es zu einer Nachblutung. Diese sieht zwar nicht sehr schön aus, ist aber erwünscht und darf auch auf keinen Fall durch einen Druckverband gestoppt werden.

Die Nachblutung kann zwischen 2 und 36 Stunden andauern. Außerdem sollte bis 2 Tage nach der Behandlung auf sportliche Höchstleistung des Hundes verzichtet werden. Ruhige Bewegung ist natürlich erlaubt.

Kontraindikationen

Blutarmut
Blutgerinnungsstörungen
Blutgerinnungshemmende oder blutverdünnende Medikamente
Schmerzmittel
Fieber
Diabetes mellitus
Magengeschwüre
bösartige Tumore

Therapeutische Massage

Die physiotherapeutische Massage ist sehr vielseitig anwendbar und daher Bestandteil von fast jeder Behandlung.

Die Massage senkt die Muskelgrundspannung, wirkt schmerzlindernd und fördert die Durchblutung der Muskulatur. Außerdem werden Verklebungen gelöst und schmerzauslösende Substanzen aus dem Gewebe geschwemmt. Neben der physischen Wirkung führt die Massage aber auch zu einer psychischen Entspannung. Dadurch ermöglicht sie vor allem auch bei nervösen und hyperaktiven Hunden den idealen Einstieg für weitere Therapien.

Manuelle Therapie

Die Manuelle Therapie ist eine spezielle Behandlungstechnik bei Störungen der Gelenkbeweglichkeit. Dabei werden Störungen und Bewegungseinschränkungen aufgehoben, Blockaden gelöst, die gelenkumgebenden Strukturen gedehnt und die Produktion der Gelenkflüssigkeit angeregt.

Die Manuelle Therapie kommt vor allem bei degenerativen Erkrankungen, wie Arthrosen, aber auch nach Operationen, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen zum Einsatz.

Durch die Manuelle Therapie werden Blockaden gelöst und die Beweglichkeit der Gelenke verbessert bzw. wiederhergestellt.

Thermotherapie

Die Thermotherapie kann je nach Erkrankung mit Wärme oder Kälte durchgeführt werden.

Wärme wird vor allem bei Schmerzen, Muskelverspannungen und degenerativen Erkrankungen benutzt. Dabei können verschiedene Wärmequellen wie Rotlicht oder Kirschkernkissen zum Einsatz kommen.

Kälte hilft bei akuten Schmerzen, Entzündungen, Verbrennungen, Prellungen und schlaffen Lähmungen. Hierfür verwendet man z.B. Quarkwickel oder Kältekompressen.

Gerne zeige ich Ihnen, wie Sie Ihrem Hund so auch selbst helfen können.

Isometrische Übungen

Beim isometrischen Training wird mit der Spannung der Muskeln gearbeitet. Druck oder Zug werden auf die Muskulatur aufgebaut und gehalten, ohne dass eine Bewegung der Gelenke stattfindet.

Eine typische isometrische Übung aus dem Kraftsport bei uns Menschen ist z.B. der Unterarmstütz.

Lymphdrainage

Nach Verletzungen oder Operationen können Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe) entstehen. Durch die manuelle Lymphdrainage werden die Lymphgefäße stimuliert und somit der Abtransport der Lymphflüssigkeit angeregt. Da es eine sehr angenehme und entspannende Behandlungsform ist, wird es von Hunden sehr gerne angenommen. Selbst sehr aufgeregte und überdrehte Hunde können dabei erstaunlich gut entspannen.

Narbenbehandlung

Großflächige Narben oder Narben, die über ein Gelenk verlaufen, können zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen und Durchblutungsstörungen führen, da das Narbengewebe meist zu Verwachsungen mit tieferliegenden Gewebestrukturen führt. Durch eine frühzeitige Narbenbehandlung nach Operationen oder Verletzungen kann dem vorgebeugt werden und das Gewebe wird elastisch gehalten. Aber auch bei älteren, verhärteten Narben kann durch eine gezielte Behandlung noch eine Verbesserung erwirkt werden.

Atemtherapie

Die Atemtherapie kann bei Lungenerkrankungen, älteren und inaktiven Hunden, nach Operationen und bei ängstlichen Hunden angewendet werden.

Wirkung:
sekret- und schleimlösend
Erreichung einer tieferen Atmung
Verbesserung der Beweglichkeit des Brustkorbs
muskuläre und psychische Entspannung

Neurologische Behandlungen

Erkrankungen wie z.B. Bandscheibenvorfälle, das Cauda Equina Kompressionssyndrom oder auch Nervenverletzungen erfordern spezielle Behandlungsmethoden, um die Körperwahrnehmung und Koordination wiederherzustellen. Dabei kommen unterschiedlichste Therapieformen zum Einsatz.

Dorn-Therapie

Die Dorn-Therapie ist eine Methode zur Korrektur von Fehlstellungen der Wirbel. Durch sanften Druck auf die Dorn- und Querfortsätze werden blockierte Wirbel wieder in die richtige Position gebracht.